Um mit Goldkarton ein sauberes, professionelles Ergebnis zu erzielen, kommt es weniger auf das Design als vielmehr darauf an, das richtige Gewicht, die richtige Verarbeitung und die richtigen Druckereinstellungen an das Projekt anzupassen. Hier erfahren Sie, wie Sie diese Entscheidungen gleich beim ersten Mal richtig treffen.
So drucken Sie auf Goldkarton
Goldkarton lässt sich anders drucken als normaler weißer Karton, da die Metallic- oder Pigmentbeschichtung die Art und Weise verändert, wie die Tinte auf der Oberfläche haftet. Ein paar Anpassungen machen den Unterschied zwischen einem sauberen Ergebnis und einer verschmierten, ungleichmäßigen Ausgabe:
- Stellen Sie den Papiertyp manuell ein. Die meisten Drucker verwenden standardmäßig die Einstellungen für Normalpapier, bei denen zu viel Tinte für ein beschichtetes Blatt aufgetragen wird. Wählen Sie in Ihrem Druckertreiber „Karton“, „Schwergewicht matt“ oder das nächstbeste Äquivalent aus.
- Zufuhr über das manuelle/hintere Fach. Karton ist für die meisten Standardpapierfächer und Fronteinzugsrollen zu steif; Ein geradliniger Rückeinzug vermeidet Papierstaus und Faltenbildung.
- Reduzieren Sie die Tintensättigung für dunkle Designs. Da die Goldbasis bereits Farbe trägt, können dunkle oder stark gesättigte Designs übersättigen und länger zum Trocknen brauchen – eine Reduzierung der Druckdichteeinstellungen hilft.
- Planen Sie zusätzliche Trocknungszeit ein. Tintenstrahl-Tinte zieht langsamer in beschichtetes Papier ein als Normalpapier. Lassen Sie die Blätter einige Minuten flach liegen, bevor Sie sie stapeln oder handhaben.
- Testen Sie vor einem vollständigen Lauf. Die Konsistenz der Beschichtung variiert je nach Marke und Charge, sodass ein einzelner Testdruck Probleme mit dem Vorschub oder der Sättigung erkennt, bevor sie sich auf das gesamte Projekt auswirken.
Welcher Drucker eignet sich für Kartonpapier?
Sowohl Tintenstrahl- als auch Laserdrucker können Karton verarbeiten, sie verhalten sich jedoch unterschiedlich und eignen sich für unterschiedliche Kartontypen:
| Druckertyp | Am besten geeignet für | Achten Sie auf |
|---|---|---|
| Inkjet | Mattbeschichteter Karton, sattere Farbtiefe | Langsamere Trocknung, mögliches Verschmieren auf glänzenden/metallischen Beschichtungen |
| Laser | Gestochen scharfer Text, schnell trocknend, hohe Auflagen | Toner haftet möglicherweise nicht gut auf stark beschichtetem oder folienlaminiertem Material |
Die meisten Heim- und Kleinbürodrucker – Tintenstrahlmodelle großer Verbrauchermarken sowie Bürolaserdrucker – unterstützen Karton mit einem Gewicht von bis zu 300 g/m², sofern dieser manuell zugeführt wird. Über diesem Gewicht hinaus ist in der Regel ein spezieller Kartendrucker oder eine professionelle Druckerei erforderlich, da Standardrollen schwerere Materialien nicht zuverlässig greifen oder transportieren können.
Anleitung zum Gewicht von Kartonpapier
Das Gewicht wird entweder in Pfund (lb) – dem US-amerikanischen System, basierend auf dem Gewicht von 500 Blatt bei einem Grundformat – oder in gsm (Gramm pro Quadratmeter), dem internationalen Standard, angegeben. So lassen sich gängige Gewichte typischen Verwendungszwecken zuordnen:
| Gewicht | Fühlen | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| 65 Pfund (176 g/m²) | Leichter Karton, dennoch flexibel | Flyer, einfache Karten, Bastelschichten |
| 80 Pfund (215 g/m²) | Fest, hält eine Falte sauber | Grußkarten, Standardeinladungen |
| 270–300 g/m² | Stabil und stabil in der Hand | Hochzeitseinladungen, Visitenkarten, Premiumverpackungen |
| 130 Pfund (350 g/m²) | Brettartig, selbsttragend | Eigenständige Beschilderung, starre Verpackungseinlagen |
So wählen Sie die Kartonstärke aus (und welches GSM sollten Sie verwenden)
Die Auswahl der Dicke hängt davon ab, wie das fertige Stück behandelt wird:
- Wird es gefaltet? Wählen Sie 80–100 Pfund – dick genug, um eine klare Falte zu halten, aber nicht so steif, dass es entlang der Falzlinie reißt.
- Wird es verschickt? Überprüfen Sie die Gewichts- und Dickengrenzen für Postsendungen, bevor Sie das Gewicht von 110 Pfund überschreiten, da übermäßig steife oder dicke Karten zusätzliches Porto verursachen können.
- Wird es alleine stehen? Tischkarten, Tischnummern und freistehende Beschilderungen müssen mindestens 100 Pfund wiegen, damit sie nicht durchhängen.
- Wird es wiederholt über einen Heimdrucker gedruckt? Bleiben Sie bei oder unter der maximalen Gewichtsangabe Ihres Druckers (normalerweise im Handbuch angegeben), um Papierstaus zu vermeiden.
Kurze Regel: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ist 100 Pfund (270 g/m²) der sicherste Mittelweg – robust genug, um sich erstklassig anzufühlen, und leicht genug, um problemlos durch die meisten Heimdrucker zu laufen.
Bester Karton für Einladungen
Speziell bei Einladungen sind drei Faktoren wichtiger als alle anderen: Gewicht, Verarbeitung und Druckkompatibilität.
- Gewicht: 100–110 Pfund verleihen Einladungen ein substanzielles, hochwertiges Gefühl, ohne dass das Falten oder Einstecken in Umschläge schwierig wird.
- Fertig stellen: „Matt“ ist die sicherere Standardeinstellung für Einladungen mit viel Text, da Tinte und Handschrift sauber aufgenommen werden. Glänzende oder metallische Akzente eignen sich besser als Ränder oder sekundäre Schichten und nicht als Vollfläche.
- Druckkompatibilität: Vergewissern Sie sich, dass der Vorrat für Ihren Druckertyp geeignet ist, bevor Sie große Mengen bestellen – dies ist die häufigste Ursache für verschwendete Einladungsstapel.
Goldkarton für Hochzeitseinladungen
Goldkarton ist eines der am häufigsten nachgefragten Materialien für Hochzeitsbriefpapier und zeigt sich typischerweise auf drei Arten:
- Als vollständige Einladungsbasis – Mattgold eignet sich hier aufgrund der Lesbarkeit bei dunklem oder foliengeprägtem Text am besten.
- Als Trägerschicht — Ein etwas größeres Goldblech, das hinter einer weißen oder cremefarbenen Einladungskarte platziert wird, erzeugt einen sichtbaren metallischen Randeffekt.
- Als Akzentelemente – Umschlageinlagen, Bauchbänder und RSVP-Kartenrückseite, bei denen eine kleine Menge Gold für Zusammenhalt sorgt, ohne das Design zu dominieren.
Paare, die in großen Mengen bestellen, sollten ein physisches Muster anfordern, bevor sie sich zu einer vollständigen Auflage verpflichten – die Goldtöne variieren deutlich zwischen den Anbietern und die Siebfarben stimmen selten genau mit dem fertigen Papier überein.
Goldkarton für Verpackungsdesign
Bei Verpackungsanwendungen wird Goldkarton für Geschenkboxen, Produkthüllen, Einzelhandelsbeilagen und Etiketten verwendet, bei denen das Material selbst einen hochwertigen Eindruck ohne zusätzliche Veredelung wie Folienprägung hinterlassen muss. Besonders Mattgold wird bevorzugt für:
- Reduziert die Produktionskosten im Vergleich zum echten Folienprägen und erzielt gleichzeitig einen metallischen optischen Eindruck im Regal.
- Bessere Lesbarkeit des Drucks für Barcodes, Chargencodes und kleine Texte, die auf einer reflektierenden, glänzenden Oberfläche schwer zu lesen wären.
- Einheitlicheres Erscheinungsbild unter Einzelhandelsbeleuchtung, wo glänzendes Material in der Produktfotografie oder unter Ladenscheinwerfern zu Blendungen führen kann.
Metallic-Karton im Vergleich zu mattem Karton
„Metallisch“ und „matt“ sind keine reinen Gegensätze – „metallisch“ beschreibt den Farbeffekt (eine schimmernde, reflektierende Qualität von Glimmer oder Folie), während „matt“ die Oberflächenbeschaffenheit beschreibt (nicht reflektierend). Einige Produkte kombinieren beides und werden oft als „metallisch matt“ bezeichnet, was einen subtilen Schimmer ohne vollen Glanz liefert. Beim Vergleich von rein metallischem (glänzendem) Material mit mattiertem Goldmaterial:
- Metallisch/glänzend verleiht maximalen Glanz und visuelle Wirkung, am besten für Statement-Stücke, die nur kurz betrachtet werden, anstatt sie anzufassen oder darauf zu schreiben.
- Matt Verleiht ein weicheres, eleganteres Aussehen, eine bessere Beständigkeit gegen Fingerabdrücke und Abnutzung und eine weitaus bessere Kompatibilität mit Druck und Handschrift.
Mattgoldfarbener Karton für Visitenkarten
Für Visitenkarten wird in der Regel mattgoldener Karton mit einem Gewicht von 100–130 Pfund verwendet – er ist schwerer als Standardkarten und fühlt sich angenehm in der Hand an, da das Kartengewicht eines der ersten Dinge ist, die den Leuten beim Kartenaustausch auffallen. Aus praktischen Gründen, die über die Ästhetik hinausgehen, wird hier eine matte Oberfläche bevorzugt:
- Der Text bleibt aus jedem Betrachtungswinkel lesbar, im Gegensatz zu Hochglanzpapier, bei dem Lichtreflexionen das Kleingedruckte verdecken können.
- Karten widerstehen sichtbaren Fingerabdrücken nach wiederholter Handhabung, was für die Lebensdauer einer Karte in der Brieftasche einer Person von Bedeutung ist.
- Eine mattgoldene Basis lässt sich gut mit einem kontrastierenden Logo mit Folienprägung oder -prägung kombinieren, um einen Zwei-Textur-Effekt zu erzielen, ohne dass die gesamte Karte um Glanz konkurriert.